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Corona: Wie wir uns vor Neuinfektionen schützen ...

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der dynamischen Lage diese Seite laufend aktualisiert wird.

Stand: 19. Oktober 2021

Die Corona-Maßnahmen bewirken Einschränkungen für das gesamte öffentliche Leben. Dass dies viele Fragen hervorruft, ist uns bewusst. Wir möchten daher die häufigsten Fragen und unsere Antworten mit Ihnen teilen. Sollten wir mit dieser Übersicht nicht alle Ihre Fragen beantworten können, schreiben Sie uns:
infektionsschutz@ordnungsamt.bremen.de

DIE VIER WARNSTUFEN IM LAND BREMEN

Am 1. Oktober 2021 ist ein neuer Stufenplan in Kraft getreten. Er hat das bisherige Modell auf Grundlage der Infektionen der vergangenen 7 Tage abgelöst. Von nun an wird die Anzahl derjenigen entscheidend sein, die an Corona erkrankt in Kliniken aufgenommen sind. Die sog. 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz misst, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in sieben Tagen aufgenommen werden.

Künftig gelten vier Warnstufen, 0, 1, 2 und 3. Sie bestimmen, welche Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie gelten.

Stufe 0 – (Hospitalisierungs-Inzidenz 0 bis 3): Der Mindestabstand wird empfohlen, ebenso die gängigen Hygieneregeln und das Belüften. Außerdem muss – übrigens in allen vier Stufen - im Einzelhandel und in Bussen und Bahnen eine medizinische Maske getragen werden, ebenso an Haltestellen. Einrichtungen und Veranstaltungen müssen Hygiene- und Schutzkonzepte vorhalten und in geschlossenen Räumen muss eine Namensliste geführt werden.

Stufe 1 – (H-Inzidenz 3 bis 6): Es gelten die Maßnahmen der Stufe 0 und darüber hinaus: Überall dort, wo es Publikumsverkehr gibt, gilt in Innenräumen die 3G-Regel. Das heißt, Geimpfte, Genesene oder Getestete dürfen an Veranstaltungen teilnehmen, in Restaurants essen, ein Theater oder einen Club besuchen – und zwar ohne maximale Besucherzahl und Abstandsregeln und auch ohne Maskenpflicht.

Stufe 2 – (H-Inzidenz 6 bis 12): Es gelten die Maßnahmen der Stufe 1 und darüber hinaus muss der Mindestabstand außerhalb der eigenen Wohnung wieder eingehalten werden. Auch in sonstigen Innenräumen gilt Maskenpflicht. Betreiber von Restaurants, Theatern, Clubs oder auch Musikschulen und Sportstätten dürfen zudem die 2G-Regel umsetzen. Dann ist der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene möglich, ohne maximale Besucherzahl und Abstandsregeln und auch ohne Maskenpflicht. In dem Fall sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, von der 2G-Regel ausgenommen.
Wer bei 3G bleibt, für den gelten in Innenräumen eine maximale Besucherzahl, Abstandsregeln und die Maskenpflicht.

Stufe 3 – (H-Inzidenz über 12): Es gelten die Maßnahmen der Stufe 2. Zusätzlich wird der Senat u.a. über strengere Beschränkungen entscheiden. So soll die Überlastung von Krankenhäusern vermieden werden.

Welche Stufe wann gilt, wird durch den Bremer Senat oder den Magistrat in Bremerhaven festgestellt. Dabei werden sowohl die Hospitalisierungs-Inzidenz wie auch die Inzidenz der Neuinfektionen und die Auslastung der Intensivstationen berücksichtigt.
Wenn mehr als 80 Prozent der Bremerinnen und Bremer vollständig geimpft sind, kann der Senat den Stufenplan anpassen.

FRAGEN & ANTWORTEN (FAQ)

Aktuell gilt in Bremen die Stufe 0.

3G steht für Geimpfte, Genesene und Getestete. 2G steht für Geimpfte und Genesene.

Welche Warnstufe gilt, hängt nun entscheidend davon ab, wie viele an Corona erkrankte Menschen in den Kliniken sind. Die sog. 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz beschreibt, wie viele Corona-Patientinnen und Corona-Patienten bezogen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in sieben Tagen aufgenommen werden.

Ausgenommen von allen Testpflichten sind alle Personen, die einen vollständigen Impfschutz gegen das Corona-Virus oder innerhalb der vergangenen sechs Monate eine Corona-Infektion nachweisen können. Ein vollständiger Impfschutz besteht ab dem 15. Tag nach der abschließenden Impfung. Der Nachweis über eine Infektion muss mittels eines PCR-Tests erfolgt sein und gilt für sechs Monate nach der Testung.

Kinder unter 16 Jahren müssen keinen Testnachweis vorzeigen, weil sie ohnehin regelmäßig in der oder für die Schule getestet werden. Bei Jugendlichen über 16 Jahren, die noch zur Schule gehen und sich dort oder dafür regelmäßig testen, reicht eine Schulbescheinigung aus.

Bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sowie an Haltestellen und beim Einkauf in Supermärkten sowie im Einzelhandel ist das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske Pflicht. Für Kinder zwischen 6 und 15 Jahren reicht weiterhin eine textile Mund-Nasen-Bedeckung. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter 6 Jahren und Personen, denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Ausnahmen gelten auch für gehörlose und schwerhörige Menschen und Personen, die mit diesen kommunizieren, sowie ihre Begleitpersonen. Es ist hilfreich, einen entsprechenden Beleg dabei zu haben, um Nachfragen oder Diskussionen in der konkreten Situation zu vermeiden.

Wer sich in diesen Bereichen weigert, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen, muss mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen.

Es wird weiterhin empfohlen, den Mindestabstand zu wahren und die Hygieneregeln einzuhalten.

Ja, in den Innenräumen der Lokale müssen Name und Kontaktdaten entweder per App hinterlassen oder in einer Namensliste eingetragen werden. Draußen ist es nicht erforderlich, sich zu registrieren.

Für Veranstaltungen mit mehr als 5.000 anwesenden Personen gelten unabhängig von den Stufen neben der 3G-Regel auch weitere Auflagen wie Abstandsregeln, die Maskenpflicht im Innenbereich und eine maximale Besucherzahl von 25.000 Personen. Bei 2G können die Beschränkungen entfallen. Hygienekonzept und die Genehmigungspflicht bleiben bestehen.

Während der Quarantäne ist es nicht erlaubt, das Haus oder die Wohnung zu verlassen, auch nicht mit dem Hund, zum Einkauf oder zum Spazierengehen. Sie dürfen auch keinen Besuch empfangen. Vergessen Sie nicht: Diese Maßnahme dient dem Schutz Ihrer Familie, der Nachbarn und aller anderen Menschen in Ihrem Umfeld. Verstöße gegen die Quarantäneregeln können mit Bußgeldern geahndet werden!

Infizierte Personen: Sobald Sie ein positives Testergebnis erhalten, müssen Sie in Quarantäne. Die Quarantäne ist frühestens nach 14 Tagen beendet und auch erst dann, wenn Sie 48 Stunden lang keine Symptome hatten, einen negativen Test vorweisen können und mit dem OK Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.

Getestete Personen: Personen, die ein positives Ergebnis eines Schnelltests haben, müssen ebenfalls für 14 Tage in Quarantäne. Wenn ein folgender PCR-Test ein negatives Ergebnis hat, müssen Sie nicht länger in Quarantäne bleiben.

Kontaktpersonen: Sobald Sie erfahren, dass Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten, müssen Sie in Quarantäne. Sie müssen bis zum 10. Tag nach dem letzten Kontakt zu dieser Person in Quarantäne bleiben. Sie dürfen sich allerdings kurzzeitig auf dem Balkon oder auf der Terrasse aufhalten oder in dem hauseigenen Garten. Ab dem 5. Tag können Sie einen PCR-Test machen. Wenn dieser negativ ist, dürfen Sie die Quarantäne verlassen. Ab dem 7. Tag dürfen Sie einen Antigen-Schnelltest machen. Wenn dieser negativ ist, dürfen Sie die Quarantäne dann ebenfalls verlassen.
Wenn der Kontakt innerhalb einer Kohorte in einer KiTa oder Kindertagespflege stattgefunden hat, endet die Quarantäne bereits fünf Tage nach dem letzten Kontakt, wenn ein negativer Test vom fünften Tag vorliegt.

Von der Quarantäne als Kontaktperson ausgenommen sind Personen, die vollständig geimpft sind oder eine Corona-Erkrankung mit Symptomen durchgemacht haben. Ein vollständiger Impfschutz besteht ab dem 15. Tag nach der abschließenden Impfung.
Wenn der Kontakt innerhalb einer Kohorte in der Schule stattgefunden hat, muss man auch nicht in Quarantäne. Man darf aber die Schule für sieben Schultage nur mit einem negativen Test betreten oder muss gleich nach Betreten dort einen Test machen. In weiterführenden Schulen muss dann die ganze Zeit eine Maske getragen werden.

Die Haushaltsangehörigen einer symptomfreien Kontaktperson müssen nicht in Quarantäne. Treten Symptome auf oder liegt ein positives Testergebnis vor, ändert sich das. Die Angehörigen werden dann selbst zur Kontaktperson.

Zu allen Details, auch zu Ihren Pflichten während der Quarantäne, wenden Sie sich bitte an das Gesundheitsamt, telefonisch unter 0421 361 15 113 oder per Mail an office@gesundheitsamt.bremen.de

Wenn Sie Kontaktperson sind, müssen Sie nicht in Quarantäne, wenn Sie vollständig geimpft sind oder eine Corona-Erkrankung mit Symptomen durchgemacht haben.
Wenn aber Ihr Schnelltest oder Ihr PCR-Test positiv ist, müssen Sie auf jeden Fall in Quarantäne.

Anmeldepflicht: Wer sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet aufgehalten hat, muss sich vor der Einreise über das Einreiseportal anmelden (digitale Einreiseanmeldung).

Nicht betroffen sind beispielsweise Menschen, die ohne Zwischenstopp durch ein Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet gefahren sind, die nur durchreisen oder die beruflich pendeln.

Nachweispflicht: Wer mindestens 12 Jahre alt ist und nach Bremen einreist, muss sich schon vor der Abreise testen lassen und ein negatives Testergebnis dem Beförderer, beispielsweise der Fluggesellschaft, vorlegen. Auch bei der Einreisekontrolle in Deutschland durch die Bundespolizei kann der Nachweis verlangt werden. Geimpfte und Genesene müssen einen entsprechenden Nachweis bei der Einreise bei sich führen.

Wer mindestens 12 Jahre alt ist und sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Virusvariantengebiet aufgehalten hat, muss in jedem Fall bei der Einreise einen Testnachweis bei sich haben. Der Nachweis über eine Impfung oder Genesung reichen nicht aus.

Quarantänepflicht: Wer sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Hochrisikogebiet aufgehalten hat, muss sich sofort nach der Einreise direkt für 10 Tage in Quarantäne begeben.
Beim Auftreten von Krankheitssymptomen ist die zuständige Behörde zu informieren.

Die Dauer der Quarantäne kann sich verkürzen, wenn ein Impf-, Genesungs- oder Testnachweis übermittelt wird.
Der Test darf dabei frühestens 5 Tage nach der Einreise vorgenommen werden.
Bei Kindern, die noch nicht 12 Jahre alt sind, endet die Quarantäne bereits nach fünf Tagen.
Für den Weg zum Testzentrum dürfen Sie die Quarantäne verlassen. Fällt dieser dann negativ aus, dürfen Sie die Quarantäne gänzlich verlassen.

Nicht betroffen sind beispielsweise Menschen, die ohne Zwischenstopp durch ein Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet gefahren sind, die nur durchreisen oder die beruflich pendeln.

Wer sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Virusvariantengebiet aufgehalten hat, muss sich sofort nach der Einreise direkt für 14 Tage in Quarantäne begeben.
Auch hier kann die Quarantäne sich nach den oben genannten Voraussetzungen verkürzen, wenn das Gebiet nach der Einreise und vor Ablauf der Quarantänezeit nur noch als Hochinzidenzgebiet eingestuft wird oder wenn Sie vollständig mit einem Impfstoff geimpft sind, der nachweislich gegen die entsprechende Virusvariante schützt.

Die Quarantäne endet vor Ablauf der genannten Zeiträume, wenn die Einstufung als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet aufgehoben wird.

Weitere Ausnahmen und Infos unter www.gesundheitsamt.bremen.de. Wer sich über die Regionen informieren möchte, die als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet aufgeführt werden: www.rki.de.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums hier und der Gesundheitssenatorin hier.

Informationen in Zusammenhang mit Kitas und Schulen finden Sie hier.

Entschädigungsberechtigt sind insbesondere folgende Personengruppen:

  • mit dem Corona-Virus infizierte (sofern keine Krankschreibung vorlag)
  • Kontaktpersonen
  • Sorgeberechtigte, die ihrem Beruf nicht nachgehen können, weil KiTas oder Schulen aufgrund behördlicher Anordnung vorübergehend geschlossen wurden.

Wer sich frei entscheidet, sich nicht impfen zu lassen, und dann in Quarantäne gehen muss und nicht arbeiten kann, hat voraussichtlich ab 1.12.2021 keinen Anspruch mehr auf Entschädigung bei Verdienstausfall. Gleiches gilt, wenn man eine "vermeidbare Reise" in ein Corona-Risikogebiet mit hohen Infektionszahlen im Ausland gemacht hat und dann nach der Rückkehr in Quarantäne muss.

Nein. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es weiterhin.

Verstöße können mit Bußgeldern, Geldstrafen oder einer Freiheitsstrafe bis zu zwei bzw. bis zu fünf Jahren sanktioniert werden. Die Teilnehmenden können des Veranstaltungsortes verwiesen und die Örtlichkeit oder der Betrieb geschlossen werden.

Der Bußgeldkatalog benennt konkret, was Regelverstöße kosten.

Öffentliche oder nichtöffentliche Versammlungen nach Art. 8 GG sind von den Beschränkungen ausgenommen. Sie sind, sofern es sich nicht um eine Eil- oder Spontanversammlung handelt, der zuständigen Versammlungsbehörde spätestens 48 Stunden vor ihrer Bekanntgabe telefonisch, schriftlich oder per Mail anzuzeigen. Die zuständige Behörde kann die Versammlung verbieten, beschränken oder mit Auflagen versehen.

Die aktuelle Allgemeinverfügung zur Rechtsverordnung finden Sie hier.
Bitte beachten Sie, dass es unter www.gesetzblatt.bremen.de weitere Änderungsverordnungen geben kann.