Sie sind hier:

Bürgerservice

Moderner Staat – moderne Verwaltung

Aufgrund sich wandelnder Erwartungen von Bürgerinnen und Bürgern an die öffentliche Verwaltung und gleichzeitig der zwingenden Sparpolitik der öffentlichen Hand bedurfte es einer grundlegenden Veränderung der bestehenden Strukturen. Bürgerinnen und Bürger erwarten das serviceorientierte Erbringen öffentlicher Dienstleistungen, wobei eine gute Erreichbarkeit, serviceorientierte Öffnungszeiten und kompetente und freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund stehen.

Bürgerservicestruktur

Stadtgemeinde Bremen

Im Rahmen des Projektes „Zukünftige Bürgerservicestruktur der Stadtgemeinde Bremen“ soll durch Umstrukturierung des bisherigen Verwaltungsaufbaus, der Bündelung der Beschäftigten und durch den Einsatz neuer Technik das Personal effektiver eingesetzt und gleichzeitig die Dienstleistungsqualität deutlich verbessert werden. Dies erfolgt in mehreren Schritten:

Begonnen wurde dieser Prozess mit dem Modellprojekt „BürgerServiceCenter-Mitte“ (BSC-Mitte). Mit dem BSC-Mitte ist es gelungen, wesentliche Ziele der Verwaltungsreform im Bereich der Schaffung neuer Vertriebsstrukturen für öffentliche Dienstleistungen umzusetzen. Neben der Verbesserung der Servicequalität – u.a. durch die Erweiterung der Öffnungszeiten (53,5 Std./wöchentl.), der Einführung eines Terminmanagements und der Sicherstellung der telefonischen Erreichbarkeit – konnte das vormals in erster Linie nach verwaltungsinternen und einzelfachlichen Gesichtspunkten aufgesplitterte und kleinteilige Angebot durch eine deutlich verbreiterte Dienstleistungspalette abgelöst werden. Die Bürgerinnen und Bürger können ihren aus einer veränderten Lebenslage, wie z.B. im Falle eines Wohnungswechsels, resultierenden verschiedenen Meldeverpflichtungen (Wohnungsanmeldung, Änderung der Anschrift im Personalausweis, Kfz-Schein, ...) nunmehr in einer Verwaltungseinrichtung nachkommen, ohne wie bisher unterschiedliche Ämter und Standorte mit abweichenden Öffnungszeiten aufsuchen zu müssen. Ihnen steht für zahlreiche Behördenanliegen ein und dieselbe Verwaltungseinrichtung – unabhängig von den dahinter liegenden Fachzuständigkeiten – als Anlaufstation zur Verfügung.

Unter Berücksichtigung der Auswertung der beim Aufbau des BSC-Mitte durchgeführten wissenschaftlichen Begleitung werden entsprechend dem BSC-Mitte-Modell zwei weitere Standorte für die Stadtgemeinde Bremen aufgebaut, das Servicecenter im Stadtamt und einer in Bremen-Nord. Zu näheren Informationen über das dortige Angebot, die bestehenden Öffnungszeiten etc. siehe unter Stadtamt Bremen.

Stadtgemeinde Bremerhaven

In Bremerhaven wurde in der Stadtmitte ein Bürgerbüro eingerichtet, indem Dienstleistungen, aus einer Hand angeboten werden. Den Bürgerinnen und Bürgern werden in einer Verwaltungseinrichtung Dienstleistungen, wie Wohnungsanmeldungen, Pässe, Personalausweise, Kfz-Zulassungen, Gewerbeanmeldungen und andere Dienstleistungen angeboten. Damit steht ihnen ein Angebot zur Verfügung, das Ihnen ermöglicht an einer Stelle diverse Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und nicht wie bislang die einzelnen für ihre Anliegen zuständigen Einrichtungen aufsuchen zu müssen. Das Bürgerbüro ist wöchentlich 44 Stunden geöffnet. Gegenwärtig soll eine weitere Verwaltungseinrichtung aufgebaut werden, in der ebenfalls mehrere Verwaltungsdienstleistungen angeboten werden. Dabei wird insbesondere an die Meldeangelegenheiten und Kfz-Zulassungsangelegenheiten gedacht.

E-Government

Neben der Umstrukturierung der Präsenzverwaltung bedarf es im Zeitalter des Übergangs zur Informationsgesellschaft des Aufbaus von Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation. Wegweisend für die Bremer E-Government-Initiative war die erfolgreiche Teilnahme am Projekt MEDIA@Komm.
Unter Berücksichtigung der allgemeinen E-Government-Strategie des Landes Bremen, die inhaltlich beim Senator für Finanzen angebunden ist, gibt es im Bereich des Bürgerservice bereits diverse Verwaltungsdienstleistungen, die durch E-Government-Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bereitstellung von Formularen im Internet, die Installation elektronischer Such- und Recherchefunktionalitäten und die schnellere und effizientere Abwicklung von Verwaltungsprozessen unter Zuhilfenahme von elektronischen Kommunikationsverfahren. Als Beispiel sei u.a. für diese Möglichkeiten die Einführung von „Fundinfo“ genannt. Mit der Einführung dieses Verfahrens konnten nicht nur die Geschäftsprozesse der Fundsachenverwaltung optimiert werden, sondern darüber hinaus kann - unter Einbeziehung der Fundbüros der Umlandgemeinden - nach verloren gegangenen Gegenständen via Internet recherchiert werden.

Im Rahmen des bundesweiten Projektes „Deutschland online“ kommt dem Meldewesen eine Vorreiterrolle hinsichtlich der abschließenden Bearbeitung via Internet zu. Vorbereitet wird dabei die sichere Kommunikation zwischen Verwaltungen und zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung. Hierbei soll -unter Berücksichtigung von sicheren Wegen- per Internet die Möglichkeit zur Verfügung gestellt werden, rechtsverbindlich Anträge oder Meldeinformationen sicher weitergeben zu können. Ob es die An- resp. Ummeldung ist oder die einfache Melderegisterauskunft, letztlich verfolgt die Aufnahme dieser Angebote ein Ziel: Der bislang nötige Weg zur Präsenzverwaltung soll sich erübrigen, da unmittelbar per Internet mit der Verwaltung abschließend kommuniziert werden kann. Davon profitieren Private, Unternehmen und Verwaltung gleichermaßen.

Informationen zu weiteren E-Government-Projekten im Geschäftsbereich des Senators für Inneres finden Sie hier.