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Staatsangehörigkeit und Einbürgerung

Die deutsche Staatsangehörigkeit wird mit der Geburt durch Abstammung von einem deutschen Elternteil erworben (Abstammungsprinzip). Seit dem 01.01.2000 erwerben Kinder ausländischer Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt in Deutschland (Territorialprinzip), wenn ein Elternteil bestimmte aufenthaltsrechtliche Voraussetzungen erfüllt (zu den konkreten Voraussetzungen: Stadtamt). Neben dem Geburtserwerb können hier lebende Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erhalten.

Lass Dich einbürgern – Bremen will Dich!

In Bremen erwerben jährlich rund 1.500 Ausländerinnen und Ausländer durch Einbürgerung die deutsche Staatsangehörigkeit. In jüngster Zeit nimmt die Zahl der Einbürgerungen jedoch ab. Nicht nur in Bremen, sondern auch bundesweit wird dieser Trend beobachtet. Angesichts öffentlicher Debatten um die Verschärfung von Einbürgerungsvoraussetzungen ist möglicherweise bei vielen der Eindruck entstanden, dass es besonders schwierig sei, die deutsche Staatsangehörigkeit zu erlangen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Senator für Inneres und Sport gemeinsam mit der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales vom 14. April bis 14. Mai 2009 eine Einbürgerungskampagne durchgeführt. Die Ergebnisse der Kampagne (pdf, 5.3 MB) haben wir für Sie zusammengestellt.

Warum sollte man sich einbürgern lassen?

Ein wesentliches Merkmal der Demokratie ist es, dass sich möglichst alle in einem Land lebenden Menschen am Willensbildungs- und Entscheidungsprozess beteiligen. Deshalb ist es gesellschaftspolitisch wichtig, dass eine möglichst hohe Deckung zwischen der Wohn- und der Wahlbevölkerung im Land besteht. Die deutsche Staatsangehörigkeit bedeutet die rechtliche Zugehörigkeit natürlicher Personen zum deutschen Staat. Deutsche Staatsangehörige haben Rechte und Pflichten, die für Ausländerinnen und Ausländer nicht oder nur eingeschränkt bestehen. Der deutsche Pass gibt Ausländerinnen und Ausländern - insbesondere denjenigen, die nicht aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union kommen - mehr Sicherheit und einige neue Rechte.

Diese sind vor allem:

  • das aktive und passive Wahlrecht bei Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europaparlamentswahlen
  • die freie Wahl des Aufenthalts, des Wohnsitzes und des Arbeitsplatzes in Deutschland sowie in allen Ländern der Europäischen Union

  • die Zulassung zu jedem Beruf in Deutschland einschließlich des freien Zugangs zum öffentlichen Dienst und die Möglich-keit, verbeamtet werden zu können

  • die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit und das Recht zur Gründung von politischen Parteien sowie

  • die Reisefreiheit ohne Visum in viele Länder innerhalb und außerhalb Europas und den gleichzeitigen Schutz im Ausland durch deutsche Auslandsvertretungen (Konsulate oder Botschaften).

Wer kann sich einbürgern lassen?

Die Einbürgerung erfolgt nur auf Antrag der betroffenen Person. Wer dauerhaft in Deutschland lebt und noch nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, kann ab dem 16. Lebensjahr einen Antrag auf Einbürgerung stellen. Für jüngere Personen müssen die gesetzlichen Vertreter - im Regelfall die Eltern - den Antrag stellen.

Für eine Einbürgerung gelten unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen. Diese sind davon abhängig, ob ein gesetzlicher Anspruch auf Einbürgerung besteht oder ob die Einbürgerung im Ermessen der Behörde steht. Da die Voraussetzungen für eine Einbürgerung von der individuellen Situation der Antragstellerin und des Antragsteller abhängen, erfolgt im Land Bremen vor einer Antragstellung eine Erstberatung in der zuständigen Einbürgerungsbehörde.

Erlasse zu Staatsangehörigkeit und Einbürgerung

Hinnahme von Mehrstaatigkeit bei optionspflichtigen Personen nach § 29 StAG (pdf, 84.2 KB)

Einbürgerungserleichterungen für gut integrierte junge Ausländerinnen und Ausländer mit humanitärem Aufenthaltstitel und langjährigem Aufenthalt (pdf, 25.1 KB);

Einbürgerung minderjähriger Einbürgerungsbewerber unter vorübergehender Hinnahme von Mehrstaatigkeit (pdf, 81.8 KB);

Wirtschaftliche Einbürgerungsvoraussetzungen des § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 StAG (pdf, 106.5 KB);

Entscheidung bei Straffälligkeit gemäß § 12a StAG (pdf, 81.7 KB);

Prüfung ausreichender Kenntnisse der deutschen Sprache in Einbürgerungsverfahren (pdf, 91.7 KB);

Für die Stadtgemeinde Bremen ist die zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde:

Stadtamt - Staatsangehörigkeitsbehörde

Stresemannstraße 48
28207 Bremen

Öffnungszeiten:
Mo 8:00 - 17:00 Uhr
Mi + Do 8:00 - 12:00 Uhr

Für die Stadt Bremerhaven ist die zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde:

Magistrat der Stadt Bremerhaven

Bürger- und Ordnungsamt
Stadthaus 5
Hinrich-Schmalfeldt-Straße
27576 Bremerhaven

Kontakt:

Öffnungszeiten:
Montag: 08.00 - 12:00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch: 08.00 Uhr - 13.00 Uhr
Freitag: 08.00 Uhr - 12.00 Uhr
Termine nach Vereinbarung