Hier finden Sie Informationen über die senatorische Behörde und die ihr zugeordneten Ämter und Abteilungen – Polizei, Feuerwehr, Landesamt für Verfassungsschutz, Statistisches Landesamt sowie das Bürger-, Migrations-, Standes-, Ordnungs- und Sportamt. Oberstes Ziel ist die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger des Landes Bremen. Es gibt aber auch viele andere Aufgaben, die in unseren Zuständigkeitsbereich fallen, angefangen bei A wie Apostillen über H wie Härtefallkommission bis Z wie Zentrale Antikorruptionsstelle.
Wir haben auf dieser Seite die wichtigsten Mitteilungen, Dokumente und Links über unsere Arbeit zusammengestellt. So können Sie sich jederzeit über die innenpolitischen Themen und Entwicklungen informieren.
Es grüßt Sie
Innen- und Sportsenatorin Dr. Eva Högl
Tattoo und Turban: Klare Regeln für den Dienst
2. Oktober 2026
Polizistinnen und Polizisten in Bremen und Bremerhaven wissen bald genau, was im Dienst erlaubt ist. Das gilt für Tattoos und für Zeichen des Glaubens. Das Innenressort legt nach intensiver Diskussion mit vielen Beteiligten eine Rechtsverordnung über das äußere Erscheinungsbild der Polizei vor. Am 8. Oktober wird sie der staatlichen Deputation für Inneres zur Kenntnis gegeben. Danach wird die Verordnung im Gesetzblatt veröffentlicht und gilt ab dem folgenden Tag.
Klarheit geschaffen
Das Verwaltungsgericht Bremen hatte im März festgestellt, dass die Uniformordnung als Rechtsgrundlage nicht ausreicht, um das Tragen religiöser Kleidungsstücke im Dienst zu untersagen. Dafür braucht es eine Rechtsverordnung.
Der Grundgedanke ist einfach. Wer als Polizistin oder Polizist Menschen gegenübertritt, handelt für den Staat. Und der Staat ist für alle da. Deshalb tragen Polizistinnen und Polizisten bei Streifen, Kontrollen, Vernehmungen und allen anderen Einsätzen mit Bürgerkontakt keine sichtbaren religiösen Zeichen. Das betrifft das Kreuz ebenso wie Kopftuch, Kippa oder Turban. Politische Symbole bleiben im Dienst immer tabu.
„Unsere Polizei ist für alle Menschen in Bremen und Bremerhaven da. Egal, woran sie glauben", sagt Innensenatorin Dr. Eva Högl. „Wenn eine Polizistin an der Tür klingelt, dann zählt die Uniform. Sie steht für einen Staat, der niemanden bevorzugt."
Im Innendienst ohne Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern ist religiöse Kleidung erlaubt. Wer dazu Uniform trägt, wählt sie in Schwarz oder Nachtblau. Eine zufällige Begegnung im Flur einer Wache reicht nicht aus, um die strengeren Regeln auszulösen. Entscheidend ist der gezielte Kontakt mit Menschen oder der Dienst im öffentlichen Raum.
„Das ist keine Entscheidung gegen den Glauben. Religion hat ihren Platz bei der Polizei", sagt Dr. Eva Högl. „Im Einsatz tritt die Person hinter ihr Amt zurück. Nur so entsteht Vertrauen."
Klarheit auch bei Tattoos
Tätowierungen an den Armen dürfen sichtbar sein. Im Gesicht und am Hals werden sie abgedeckt, kleine Motive hinter dem Ohr ausgenommen. An den Händen sind Tattoos als Ring um den Finger erlaubt und an den Innenseiten von Finger und Hand. Tattoos an den Beinen bleiben unter der Kleidung. Ohne jede Ausnahme verboten sind selbstverständlich Motive, die Gewalt verherrlichen, Menschen herabsetzen oder auf Extremisten und kriminelle Gruppen verweisen.
„Ein Tattoo am Unterarm sagt nichts über die Haltung eines Menschen. Ein extremistisches Symbol schon", sagt Dr. Eva Högl. „Diesen Unterschied macht die Verordnung jetzt deutlich."
1. Oktober 2026
Aufgrund der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in der Stadtgemeinde Bremen wird der Probealarm am kommenden Samstag, 3. Oktober, einmalig ausgesetzt. An diesem Tag finden neben dem Bürgerfest auch zahlreiche protokollarische Veranstaltungen statt.
In Bremen erfolgt der monatliche Sirenenprobealarm seit Dezember 2023 grundsätzlich an jedem ersten Samstag im Monat um 12 Uhr. Der regelmäßige Probealarm dient dazu, die Funktionsfähigkeit der Sirenen zu überprüfen und die Bevölkerung mit dem Signal vertraut zu machen.
Ab November findet der monatliche Sirenenprobelarm wieder wie gewohnt statt.
Zwei Jahre Sicherheitskooperation am Bremer Hauptbahnhof
14. September 2026
Seit zwei Jahren sind am Bremer Hauptbahnhof vier Partner gemeinsam auf Streife: die Polizei Bremen, die Bundespolizei, der Ordnungsdienst und der Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn (DB-Sicherheit). Vier Uniformen, ein Team, ein gemeinsames Lagebild – das ist die Quattro-Streife. Die Bilanz nach zwei Jahren fällt klar aus. Die Zusammenarbeit wirkt.
Bremens Innensenatorin Dr. Eva Högl: „Die Quattro-Streife ist verlässlich da, gut ansprechbar, und sie wirkt. Genau so verstehen wir Sicherheit: sichtbar und nah bei den Menschen. Jede und jeder soll sich auch dort sicher fühlen. Deshalb weiten wir die Streife jetzt auf den Sonntag aus und machen sie im gesamten Bahnhofsbereich noch präsenter."
Wer am Bahnhof arbeitet oder unterwegs ist, sieht die Quattro-Streifen täglich. Und wer am Bahnhof Straftaten begeht, bekommt sie zu spüren. Rund 500 Menschen kontrolliert eine solche Streife im Schnitt pro Monat. Das stärkt das Sicherheitsgefühl und es erhöht das Risiko für alle, die hier auf kriminellen Wegen unterwegs sind.
Das zeigen auch die Zahlen. Im Bereich der Bundespolizei ging die Zahl der erfassten Fälle im zweiten Quartal von rund 1.300 im Jahr 2024 auf rund 900 im Jahr 2026 zurück. Das ist ein Minus von etwa 30 Prozent.
Im Bereich der Polizei Bremen stieg die Zahl der Fälle im selben Zeitraum von rund 670 auf rund 850. Dieser Anstieg geht überwiegend auf das seit 2026 vergrößerte Erfassungsgebiet zurück, das mehr Vorgänge mitzählt. Sichtbare Präsenz und abgestimmte gemeinsame Einsätze greifen ineinander.
Erfolgsmodell wird ausgeweitet
Jetzt bauen die vier Partner die Quattro-Streife weiter aus. Ab sofort dreht sie ihre Runden auch am Sonntag. Damit ist das Team an einem weiteren Tag präsent, an dem viele Menschen am Bahnhof unterwegs sind. So ist die Quattro-Streife nun werktags von 7 Uhr bis 11 Uhr und von 16 Uhr bis 20 Uhr unterwegs. Freitags von 20 Uhr bis 24 Uhr, samstags von 14 Uhr bis 24 Uhr sowie sonntags von 12 Uhr bis 16 Uhr.
Außerdem wird die Quattro-Streife auch im Bahnhof noch sichtbarer. Große Banner weisen die Reisenden in Kürze auf die gemeinsame Streife hin. Wer Hilfe braucht, soll auf einen Blick wissen, an wen er sich wenden kann.