Hier finden Sie Informationen über die senatorische Behörde und die ihr zugeordneten Ämter und Abteilungen – Polizei, Feuerwehr, Landesamt für Verfassungsschutz, Statistisches Landesamt sowie das Bürger-, Migrations-, Standes-, Ordnungs- und Sportamt. Oberstes Ziel ist die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger des Landes Bremen. Es gibt aber auch viele andere Aufgaben, die in unseren Zuständigkeitsbereich fallen, angefangen bei A wie Apostillen über H wie Härtefallkommission bis Z wie Zentrale Antikorruptionsstelle.
Wir haben auf dieser Seite die wichtigsten Mitteilungen, Dokumente und Links über unsere Arbeit zusammengestellt. So können Sie sich jederzeit über die innenpolitischen Themen und Entwicklungen informieren.
Es grüßt Sie
Innen- und Sportsenatorin Dr. Eva Högl
Bremer Verfassungsschutz warnt auf Werbetafeln vor gefährlichen Angeboten fremder Geheimdienste
5. August 2026
Der Bremer Verfassungsschutz warnt ab 6. August 2026 zwei Wochen lang auf großen, digitalen Werbetafeln in Bremen und Bremerhaven vor der gefährlichen Anwerbung als sogenannter Wegwerf-Agent. Die Aktion läuft zusammen mit dem Unternehmen Ströer.
Gegnerische Staaten wollen Deutschland und Europa schwächen. Sie bleiben dabei unter der Schwelle eines offenen Krieges. Dazu nutzen sie unter anderem Desinformation, Cyberangriffe, Spionage, Sabotage und verdeckten Einfluss auf die Politik. Auch setzen sie sogenannte Wegwerf-Agenten ein.
Diese Menschen werben sie vor allem über soziale Netzwerke oder Messenger an. Gegen Bezahlung spähen sie aus, richten Schäden an oder verüben sogar Sabotage. Wer sie wirklich steuert, bleibt ihnen selbst oft verborgen.
Innensenatorin Dr. Eva Högl: "Was nach schnellem Geld aussieht, ist der Anfang großer Probleme für die Betroffenen. Fremde Geheimdienste sind auch in Bremen aktiv. Sie nutzen Menschen aus und lassen sie fallen, sobald es brenzlig wird. Wer für dubiose Aktionen im Netz von Unbekannten angesprochen wird, sollte sich daher umgehend beim Bremer Verfassungsschutz oder der Polizei melden."
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat Moskau seine hybriden Aktionen gegen Nato- und EU-Staaten verstärkt. Gerade Bremen und Bremerhaven können zum Ziel werden. Das liegt unter anderem an den Häfen in Bremerhaven, einer der wichtigsten Nato-Drehscheiben. Dazu kommen eine starke Luft- und Raumfahrtindustrie und eine bedeutende Verteidigungsindustrie. Diese Bedeutung macht beide Städte zu einem Ziel für Spionage und Sabotage. So besteht die Gefahr, dass fremde Geheimdienste Bremerinnen und Bremer ansprechen oder Wegwerf-Agenten ins Land schicken.
Wegwerf-Agenten bringen sich auch selbst in Gefahr. Fliegen ihre Taten auf, drohen ihnen harte Strafen. Bei Sabotage an Energieanlagen riskieren sie zudem lebensgefährliche Verletzungen. So setzen sie Gesundheit und Freiheit für eine Macht aufs Spiel, die kein Interesse an ihnen als Mensch hat.
Der Antrag ans Migrationsamt geht jetzt digital
3. August 2026
Wer in Bremen eine Fachkraft aus dem Ausland einstellen will, kann den Antrag ab sofort im Netz stellen. Das Migrationsamt hat dafür einen neuen Online-Dienst freigeschaltet. Voraussetzung ist ein festes Arbeitsplatzangebot. Der Betrieb beantragt das beschleunigte Fachkräfteverfahren dann im Auftrag der künftigen Mitarbeiterin oder des künftigen Mitarbeiters.
Der Dienst führt Schritt für Schritt durch den Antrag. Er erklärt jedes Feld und hilft dort weiter, wo es erfahrungsgemäß hakt. Wer seine Unterlagen beisammen hat, ist schnell durch.
Innensenatorin Dr. Eva Högl: "Bremen braucht Fachkräfte aus dem Ausland. Wer sie einstellen will, soll dafür nicht im Wartezimmer der Verwaltung sitzen. Der neue Dienst spart den Betrieben Wege und Papier. Und er ist erst der Anfang. Weitere Möglichkeiten folgen."
Die Anträge laufen aus dem Netz direkt in das Fachverfahren der Behörde. Niemand muss sie abtippen oder einscannen. Das spart auf beiden Seiten Zeit: Die Betriebe bekommen schneller Bescheid, die Beschäftigten im Migrationsamt gewinnen Luft für andere Fälle.
Das beschleunigte Fachkräfteverfahren gilt für Menschen aus dem Ausland, die in Deutschland arbeiten oder ihren Berufsabschluss anerkennen lassen wollen. Ihre Anträge haben Vorrang. So bekommen sie schneller Anerkennung und Visum. Auch die Familie kann folgen, wenn sie innerhalb von sechs Monaten einreist.
Der Online-Dienst ist der erste dieser Art in Bremen. Nach und nach sollen weitere folgen. Dann lassen sich auch andere Aufenthaltstitel und Leistungen der Ausländerbehörde digital beantragen.
Den Online-Dienst finden Sie im Serviceportal unter www.service.bremen.de oder direkt unter www.inneres.bremen.de
Ordnungsdienst deckt bei Testkäufen erneut Verstöße in fünf von sieben Kiosken auf
2. August 2026
Bei einem Schwerpunkteinsatz zum Jugendschutz hat der Ordnungsdienst am vergangenen Donnerstag sieben Kioske im Stadtgebiet kontrolliert. Fünf davon verkauften einer minderjährigen Testkäuferin Alkohol oder eine E-Zigarette, obwohl das verboten ist. Nur zwei Betriebe verweigerten den Verkauf. In allen fünf Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
Bei einem Testkauf versucht eine minderjährige Person unter Aufsicht des Ordnungsdienstes, altersbeschränkte Waren zu kaufen. So lässt sich einfach prüfen, ob ein Geschäft die Regeln einhält. Gibt es Alkohol oder Tabak an Minderjährige ab, liegt ein Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz vor.
Ein Fall fiel besonders auf: Hinter dem Verkaufstresen stand ein 14-Jähriger. Er selbst verkaufte der Testkäuferin die E-Zigarette.
Innensenatorin Dr. Eva Högl: "Die Regeln sind eindeutig. Der Verkauf von Alkohol und Tabak an Kinder und Jugendliche ist verboten. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Deshalb kontrollieren wir regelmäßig, und wir kommen wieder."
Beim ersten Verstoß zahlen Betreiber zwischen 1.000 und 2.500 Euro, Beschäftigte 500 Euro. Bei wiederholten Verstößen steigen die Beträge. Im äußersten Fall kann die Gewerbeerlaubnis entzogen werden.
Der Ordnungsdienst wird die Testkäufe in allen Stadtteilen regelmäßig fortsetzen, natürlich ohne Vorankündigung
Bremen schiebt Taschendieb nach Moldau ab
17. Juli 2026
Er war fast täglich in Bussen und Straßenbahnen der BSAG unterwegs und hat dort über Monate Taschen und Rucksäcke geleert. Die Zentralstelle Rückführungen der Innenbehörde hat den 34-jährigen Moldauer in sein Heimatland abgeschoben. Bei der Polizei galt er als Intensivtäter. Ausreisen musste er nicht wegen der Diebstähle allein, sondern weil er kein Recht hatte, in Deutschland zu bleiben.
Die Polizei Bremen stufte ihn zum 1. Juli 2025 als Intensivtäter ein. Seitdem lagen alle Verfahren gegen ihn in einer Hand. Videoaufnahmen aus den Fahrzeugen wurden ausgewertet und die Fälle gebündelt zur Staatsanwaltschaft geschickt. In den Systemen der Polizei standen zuletzt neun offene Aufenthaltsermittlungen. Eine Ausreiseverfügung lag vor, ein Passdokument ebenfalls.
Zuständig für die Abschiebung war das Referat 24 der Innenbehörde, die Zentralstelle Rückführungen. Sie kümmert sich seit 2018 um die schweren Fälle: um Gefährder, um Schwerkriminelle, um Intensivtäter. Der Fall zeigt, wie eng Polizei und Innenbehörde dabei zusammenarbeiten. Die Polizei liefert die Beweise, die Zentralstelle setzt die Ausreise durch.
Innensenatorin Dr. Eva Högl: "Dieser Mann hat Menschen bestohlen, die auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause waren. Das ist gemein, und viele haben sich danach in der Bahn nicht mehr wohlgefühlt. Jetzt ist er weg. Dahinter steckt Fleißarbeit: Die Polizei hat jede einzelne Tat sauber aufgearbeitet, unsere Zentralstelle Rückführungen hat den Rest erledigt. Genau dafür haben wir sie. Wer bei uns immer wieder Straftaten begeht und kein Recht hat, hier zu bleiben, geht. In Bremens Bussen und Bahnen sollen sich alle sicher fühlen."
Der Schutz der Fahrgäste endet damit nicht. Auf den Bildschirmen in Bussen und Bahnen läuft regelmäßig der Rat der Polizei, wie man sein Portemonnaie sichert. Regelmäßig sind Polizei, BSAG und der Weiße Ring gemeinsam in den Fahrzeugen unterwegs und sprechen die Fahrgäste direkt an. Das Thema Taschendiebstahl bleibt wichtig. Verbunden mit der Frage, wie man hinsieht, wenn andere bestohlen werden.
„Bedrohungen aus vielen Richtungen - Der Bericht ist ein Auftrag zu mehr Wachsamkeit"
29. Juni 2026
„Die Sicherheitslage ist ernst - mit diesen Worten stellte Bremens Innensenatorin Dr. Eva Högl heute den Verfassungsschutzbericht 2025 vor. Hybride Bedrohungen durch fremde Staaten, wachsender Rechts- und Linksextremismus, die Gefahr islamistischer Anschläge und ein anhaltend hoher Antisemitismus fordern Staat und Gesellschaft zugleich. Gemeinsam mit Thorge Koehler, dem Leiter des Bremer Verfassungsschutzes, warb die Senatorin dafür, den Bericht nicht nur als Informationsquelle zu lesen, sondern als „Auftrag zu mehr Wachsamkeit".
Hybride Bedrohungen, Spionage und Sabotage
Fremde Staaten wollen Deutschland und Europa gezielt schwächen – unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges, mit Desinformation, Cyberangriffen, Spionage und Sabotage. „Allen voran betreibt Russland seit Jahren Kampagnen gegen unsere Demokratie", so Högl. Vor der Bundestagswahl im Februar 2025 reagierte der Bremer Verfassungsschutz früh: Gemeinsam mit der Bremischen Bürgerschaft, der Landeszentrale für politische Bildung und dem Unternehmen Ströer warnte er in 177 Städten auf digitalen Stadtbildschirmen vor gezielter Desinformation. Ein Projekt, welches bundesweit bei den Sicherheitsbehörden der anderen Länder Beachtung findet.
Warum Bremen besonders im Visier steht, erklärte Koehler: Die Häfen in Bremerhaven gehören zu den wichtigsten NATO-Drehscheiben, dazu kommt Bremens starke Sicherheits-, Verteidigungs- und Raumfahrtindustrie. „Immer wieder gibt es Ausspähversuche durch Drohnen über kritischer Infrastruktur", so Koehler. Erstmals widmet der Bericht den hybriden Bedrohungen ein eigenes Sonderkapitel.
Antisemitismus
Der Antisemitismus sei „kein Randphänomen und kein Phänomen eines einzelnen politischen Lagers“, so Högl. „Deshalb enthält der Bericht erstmals ein eigenes Sonderkapitel zu Antisemitismus. Die Bedrohungslage macht den Schutz jüdischer Einrichtungen auch in Bremen weiter notwendig."
Rechtsextremismus
Die größte Gefahr für die Demokratie geht nach Überzeugung der Senatorin von der „Neuen Rechten" aus. Ihr Ziel: eine ethnisch homogene Gesellschaft an Stelle der offenen, pluralen Ordnung. Eine zentrale Rolle in diesem Netzwerk spielt die AfD. Auch im Bremer Landesverband wächst der Einfluss der „Neuen Rechten". In Bremen gingen die Sicherheitsbehörden 2025 entschlossen gegen die rechtsextreme Gruppierung „weserems.aktion" vor. Besonders besorgt zeigte sich Innensenatorin Dr. Högl über die sogenannte Attentäter-Fanszene, in der Täter glorifiziert und junge Menschen zu Anschlägen gedrängt werden.
Islamismus
„Die Gefahr durch den Islamismus ist nicht kleiner geworden", warnte Högl. Der Nahostkonflikt treibt die jihadistische Szene weiter an und hat das ohnehin hohe Anschlagsrisiko noch einmal spürbar erhöht. Im August 2025 deckten die Bremer Sicherheitsbehörden in Bremerhaven eine islamistisch motivierte Anschlagsplanung auf. „Das war ein Erfolg und ein deutliches Signal, dass die Bedrohung real und manchmal sehr nah ist", so die Senatorin. Sorge bereitet vor allem die Radikalisierung Jugendlicher über Plattformen wie TikTok.
Linksextremismus
Gewaltbereite Linksextremistinnen und Linksextremisten sind eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Das zeigte der Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz Anfang Januar. Auch in Bremen bleibt die Gewaltbereitschaft hoch: Im Dezember 2025 brannte das Lieferfahrzeug eines Restaurants, im März 2025 mehrere Polizeifahrzeuge. „Russland versucht, Gruppen aus beiden Lagern für sich zu nutzen", betonte Högl.
"Unser Bericht 2025 zeigt, dass es notwendig ist, den Verfassungsschutz weiter konsequent zu stärken. Und zwar mit angepassten Rechtsgrundlagen, mehr Personal, Räumen und Technik um die Vielzahl der Aufgaben auf bereits hohem Niveau stetig steigender Bedrohung angemessen erfüllen zu können“, so die Innensenatorin.
Der aktuelle Bericht ist online Verfassungsschutzbericht 2025.