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Rettungswesen

Aufgaben des Rettungsdienstes

Der Rettungsdienst dient dazu, die Bevölkerung mit Leistungen der Notfallrettung, des Notfalltransportes und des qualifizierten Krankentransportes flächendeckend zu versorgen. Zu den Aufgaben des Rettungsdienstes gehören demnach:

a) bei Verletzten oder Kranken, die sich in Lebensgefahr befinden (Notfallpatienten), am Notfallort lebensrettende Maßnahmen durchzuführen (präklinische Versorgung) und soweit angezeigt, ihre Transportfähigkeit herzustellen und sie unter fachgerechter Betreuung in dafür besonders ausgestatteten Rettungsmitteln in eine für die weitere Behandlung geeignete Behandlungseinrichtung zu befördern (Notfallrettung),

b) sonstige Notfallpatienten, die sich nicht in unmittelbarer Lebensgefahr befinden, aber bei denen schwere gesundheitliche Schäden zu erwarten sind, wenn sie nicht in kurzer Zeit medizinische Hilfe erhalten, oder bei denen die Notwendigkeit einer präklinischen Versorgung nicht ausgeschlossen werden kann, unter fachlicher Betreuung in dafür besonders ausgestatteten Rettungsmitteln in eine für die weitere Behandlung geeignete Behandlungseinrichtung zu befördern (Notfalltransport),

c) zur Versorgung von Notfallpatienten den Transport von lebenswichtigen Medikamenten, Blutversorgungen und von Organen für Transplantationen durchzuführen,

d) sonstige verletzte, kranke oder hilfsbedürftige Personen, die keine Notfallpatienten sind, aber nach ärztlicher Beurteilung während einer Beförderung der fachlichen Betreuung oder eines besonders ausgestatteten Rettungsmittels bedürfen oder bei denen dies aufgrund ihres Zustandes zu erwarten ist, zu befördern (qualifizierter Krankentransport).

Zuständige Behörden und Einrichtungen

Das Rettungswesen fällt nach dem Grundgesetz in die Kompetenz der Länder. Der Rettungsdienst wird als Aufgabe der Gefahrenabwehr hoheitlich ausgeführt.

Fachaufsichtsbehörde ist der Senator für Inneres (Referat 33).

Aufgabenträger sind für den bodengebundene Rettungsdienst die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven, für die Luftrettung das Land Bremen.

In der Stadtgemeinde Bremen wird der bodengebundene Rettungsdienst vom Senator für Inneres organisiert. Hierzu gehört u.a. die Aufsicht über die Leistungserbringer in personeller und sachlicher Hinsicht auf Ordnungsgemäßheit und Leistungsstand, die Festlegung der Vorhaltungen der Leistungserbringer, die Standortfestlegung der Rettungswachen, die Erarbeitung der Rettungsdienstgebühren einschließlich der Verhandlungen mit den Kostenträgern und das Controlling der Einnahmen und Ausgaben.

Betrieben wird der Rettungsdienst in erster Linie von der Berufsfeuerwehr. Daneben sind als Leistungserbringer der Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst eingebunden. Im Bereich des qualifizierten Krankentransports sind darüber hinaus mehrere private Anbieter tätig.

In der Stadtgemeinde Bremerhaven wird die Notfallversorgung ausschließlich durch die Feuerwehr betrieben, während im qualifizierten Krankentransport ebenfalls private Anbieter tätig sind.

Für die Luftrettung bedient sich das Land Bremen der ADAC Luftrettung GmbH. Diese hat am Klinikum Links der Weser den Rettungshubschrauber „Christoph 6“ stationiert, der mit einem Piloten, einem Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter und einem Notarzt besetzt wird.

Der Rettungshubschrauber fliegt im Jahr etwa 1.700 Einsätze.

In der Stadtgemeinde Bremen verfügt der Rettungsdienst über 24 Rettungswagen und 5 Notarzt-einsatzfahrzeuge an insgesamt 16 Rettungswachen und 5 Notarztstandorten. Die örtliche Verteilung ist derart vorgenommen worden, dass mindestens 95 % aller Notfälle innerhalb einer Eintreffzeit von 10 Minuten bedient werden können (Hilfsfrist). Der öffentliche Rettungsdienst bedient jährlich ca. 74.000 Einsätze.

In der Stadt Bremerhaven sind 5 Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge an einer Rettungswache bei der Feuerwehr Bremerhaven im Dienst. Es werden jährlich ca. 17.000 Einsätze in der Notfallrettung bedient.

Die Einsatzzahlen geben den Stand zum 1.7.2016 wieder.

Die Einsätze des Rettungsdienstes werden über die Feuerwehr- und Rettungsleitstellen, die ständig mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt und mit den notwendigen technischen Einrichtungen ausgestattet sind, koordiniert.

Der öffentliche Rettungsdienst wird grundsätzlich über die Krankenkassen als Kostenträger gebührenfinanziert.

Maßgebliche Rechtsvorschriften

Bremische Hilfeleistungsgesetz (pdf, 170 KB)

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